Das schmutzige Geheimnis der Karriere: Es geht nicht um dein Können
Hier ist eine unbequeme Wahrheit, die dir niemand im Career-Coaching sagt: Du könntest das beste Portfolio der Welt haben, die fancy Zertifikate, die beeindruckenden Fähigkeiten – und trotzdem wäre es wahrscheinlicher, dass jemandes Cousin den Job kriegt.
Die Zahlen liegen nicht: 85 % aller Jobs werden über Netzwerke vergeben. 85! Das ist mehr als ausreichend, um fundamental zu ändern, wie du deine Karriere angehst. Und trotzdem? LinkedIn, Monster, Indeed – alle voll mit Jobs, nach denen niemand fragt, weil sie nur für die Legalität dort sind.
Aber hier wird’s interessant. 79 % der Profis stimmen zu, dass Netzwerken essentiell für Karrierewachstum ist. Aber dann passiert das: Nur 48 % halten aktiv Kontakt mit ihrem Netzwerk. Und 38 % sagen, dass es einfach zu schwer ist. Zu schwer! Zeit ist nicht das Problem. Priorität ist das Problem. Oder sagen wir es so: Du sagst dir selbst, dass Zeit das Problem ist, weil die echte Antwort schmerzt – du schiebst es auf.
„Business executives would lose 28 % of their business if they stopped networking.“ – LinkedIn Career Study
Kein Druck, aber wenn du aufhörst, dich bei Leuten zu melden, verlierst du potenziell mehr als ein Viertel deiner Möglichkeiten.
Authentisch Netzwerken: Das Gegenteil von „Kontakte sammeln“
Hier ist der mindset-Shift, den du brauchst: Netzwerken ist nicht Kontakte sammeln. Das ist das Gegenteil von effektiv. Netzwerken ist Beziehungen aufbauen. Und echte Beziehungen funktionieren nicht mit der gleichen Strategie wie LinkedIn-Spam.
Ein signifikanter Unterschied existiert zwischen Networking (transaktional, oberflächlich) und echten Beziehungen (vertrauensbasiert, langfristig). Echte Beziehungen entstehen, wenn du genuines Interesse für die andere Person hast – nicht für das, was sie für dich tun können.
Aber wie macht man das in der Praxis? Drei konkrete Strategien:
1. Stelle Fragen, höre zu, vergess dich selbst
Anstatt deine ganze Vita aufzuzählen, stell offene Fragen. „Welcher aktuelle Projekt motiviert dich gerade?“ ist besser als „Was machst du beruflich?“ Lass den Menschen erzählen. Das ist nicht höflich, das ist Forschung. Du lernst, was ihn bewegt. Und Menschen fühlen sich seltener wirklich gehört.
2. Follow-Up nicht 6 Monate später, sondern strukturiert
Das ist das Killer-Problem: 49 % aller Profis sagen, dass zu wenig Zeit die Schuld am verlorenen Netzwerk ist. Aber was verdammt viele nicht wissen: Eine 2024-Studie zeigte, dass Unternehmen mit geplanten Netzwerk-Ansätzen 38 % bessere Ergebnisse hatten als solche mit Ad-hoc Approach. Das ist kein Talent, das ist System.
Das heißt konkret: Schreib auf. Merke dir, dass Lisa eine neue Stelle angetreten hat. Dass Marco gerade sein Startup pitched. Und dann – hier ist der wichtigste Teil – TERMINE DAFÜR. „Ich schreibe Lisa am 15. jeden Monats.“ Das ist nicht Vergeberei, das ist Professionelle Reife.
3. Benutze Werkzeuge, nicht weil du Tech-Neurotic bist, sondern weil du nicht vergessen willst
Apropos merkwürdig: CRM-Software ist für Unternehmen alltäglich. Salesforce ist eine Multi-Milliarden-Dollar Industrie. Aber dein Netzwerk? Das lagerst du in deinem Kopf ein. Und wir wissen bereits, dass dein Gehirn im „Freundschaftskrieg“ verliert.
Das ist, wo Tools wie HighFive kommen rein. Im Jahr 2024 nutzen 44 % der SME-Besitzer ein CRM-System für Kontakte, 31 % benutzen Email oder Phonebook. Die Top-Performer? Die haben ein System. Sie vergessen kein Geburtstag, keinen Jobwechsel, kein wichtiges Moment im Leben eines Kontakts.
Die Wissenschaft hinter dem Follow-Up: Wie oft ist genug?
Hier ist eine andere unangenehme Realität: Es gibt einen sweet spot. Zu oft ist nervig, zu selten ist Vernachlässigung. Die meisten Profis landen irgendwo dazwischen, handeln aber unbewusst.
Laut Studien zur Habit-Bildung braucht regelmäßiges Verhalten etwa 66 Tage, um automatisch zu werden. Das heißt praktisch: Wenn du dich jeden zwei Wochen bei jemandem meldest, ist das nach etwa 4-5 Monaten nicht mehr anstrengend. Das wird zur Routine.
Aber hier ist der Haken: Du musst es 4-5 Monate durchziehen. Dafür brauchst du kein Talent, das brauchst du Struktur.
Quellen:
- LinkedIn – Networking Statistics 2024
- The Impact of Networking on Career Growth, Harvard Economics Quarterly
- Networking Statistics 2025 – UK and Global Data
- Networking Performance and Strategic Planning Study, 2024
- HighFive – Intelligente Erinnerungen für wichtige Meilensteine
